Aktuelles
08.09.2020, 11:53 Uhr | pf
Zur Sache: Keine weiteren Altglas-Iglus im Bezirk geplant
Der Wille der Bezirksverordneten, die unseren Antrag zu mehr Altglascontainern beschlossen haben, war da. Gescheitert ist er nun am Bezirksamt. 

Das nämlich teilte in seinem Schlussbericht mit, dass die Versorgungssituation mit insgesamt 594 Altglas-Iglus in Treptow-Köpenick „bereits günstig“ sei. 17 weitere Altglascontainer wurden demnach seit 2019 aufgestellt. 

Die CDU-Fraktion hatte in ihren Antrag (Drs.Nr.: VIII/0959) vom Dezember 2019 gefordert, dass sich das Bezirksamt dafür einsetzt, die Anzahl der Altglas-Iglus zu erhöhen. Die Begründung: In den letzten Jahren wurde die haushaltsnahe Altglasentsorgung schrittweise aufgegeben. Statt Altglasbehälter in den Hinterhöfen gäbe es jetzt nur noch wenige zentrale Standorte, wo das Altglas gesammelt werde.

Für das Bezirksamt jedoch kein Grund, aktuell tätig zu werden. Neben der als „günstig“ erachteten Versorgungssituation wird angeführt, dass die Suche nach Standorten für Altglas-Iglus eine große Herausforderung darstelle. So müsse der Gehweg eine bestimmte Breite aufweisen und es gäbe vermehrt Beschwerden von Bürgern dort, wo neue Behälter aufgestellt wurden (Schlussbericht des Bezirksamts Drs.Nr.: VIII/0959).

Sascha Lawrenz, der den Antrag für die Fraktion eingebracht hat, gibt sich mit dieser Begründung nicht zufrieden. „Ich kenne viele Beispiele, wo es deutlich mehr als 1,3 Kilometer zum nächsten Container sind und es gibt sogar noch größere Distanzen. Menschen, die nicht mobil sind, werfen ihr Glas darum einfach in den Hausmüll. Im Durchschnitt werden jetzt 20 Prozent weniger Altglas eingesammelt – ein umweltpolitisches Desaster!“